Die Welt-, Bundes- und Kantonspolitik hinterlässt Spuren auf der Gemeindeebene. Veränderungen und die Berichterstattung darüber in den Medien verunsichern die Menschen und insbesondere die Schwächeren. Wer aufgrund seiner Herkunft, seines Alters, seiner finanziellen Situation, mangelnder Bildung oder einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung seinen Platz in der Gesellschaft nicht findet oder bedroht sieht, ist auf Solidarität und Unterstützung angewiesen. Diese angespannte Situation führt zu unsachlichen und verletzenden Diskussionen über «würdige» und «unwürdige» Arme und fordert uns im Einsatz für Menschenwürde und soziale Gleichheit, fundamentale Werte- und Normvorstellungen, die durch unsere Grundrechte geschützt werden. Sie sind die Grundlage der täglichen Arbeit der Sozialen Dienste sowie der Institutionen und Organisationen für Menschen mit Beeinträchtigungen und im Alter.

 

Die Zahl der Erwerbslosen steigt leider ebenso wie die Zahl der Sozialhilfebeziehenden in der Stadt Baden, wobei die Sozialhilfequote immer noch leicht unter dem kantonalen Mittel liegt. Wir sind bestrebt, mit gezielten Integrationsmassnahmen und einer engen Begleitung der Unterstützten durch die Sozialarbeitenden die Dauer des Bezugs möglichst kurz zu halten. Dabei ist es äusserst wichtig, dass diese Menschen ihre Qualifikationen stärken können, um ihr Einkommen in Zukunft wieder oder so weit wie möglich selbständig erwirtschaften zu können. Leider ist trotzdem eine markante Zunahme der Langzeitbezüger zu erkennen, was auch darauf zurückzuführen ist, dass die vorgelagerte Invalidenversicherung zunehmend Gesuche ablehnt, auch wenn diese Menschen aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung nicht in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können.